Die Kirchengemeinden Nagold und Horb erlebten mit dem Besuch von Apostel Martin Schnaufer einen freudigen und inspirierenden Jahresauftakt. Ganz besonders auch, weil in diesem Gottesdienst zehn Kleinkinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfingen und zwei Diakoninnen, ein Diakon und ein Priester ordiniert werden konnten.
Das Textwort, das dem Gottesdienst zugrunde lag, lautete: „Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“, aus Gal 6,9.10.
Zuerst ermutigte der Apostel die Gemeinde, auch dieses neue Jahr mit der Sicherheit im Herzen zu beginnen, dass Gott wieder zur rechten Zeit das Rechte tun würde.
Dann ging er in seiner Wortverkündigung auf das Jahresmotto 2025 ein: „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“ Gut sei alles was Gott gefalle, gab der Apostel als Orientierungshilfe den Anwesenden mit. Es bestehe darin, das Leben am Willen Gottes und am Vorbild Jesu Christi auszurichten.
Das neue Jahr bezeichnete er als ein Geschenk, als neue Chance, Gutes zu tun. Und „fang bei dir an“, war sein Rat. Möglichkeiten zu nützen und Zeit für das Gute zu verwenden, ggfs. auf Aktivitäten zu verzichten und „Gutes zu Gunsten des Besseren zurückzustellen“. „Tu dir was Gutes“ appellierte er an die Gemeinde, auch im Vergeben und sich versöhnen. Ganz konkret empfahl er, selbst den ersten Schritt zu tun.
Gutes zu tun am Nächsten und in der Kirche waren weitere Schwerpunkte in der Wortverkündigung. Apostel Schnaufer machte dies deutlich durch das Beispiel vom barmherzigen Samariter, im Verhältnis der Generationen zueinander, im gemeinsamen Handeln und im Umgang mit Unterschiedlichkeiten und Meinungsverschiedenheiten in der Gemeinde.
„Jetzt ist der beste Zeitpunkt, das Jahresmotto umzusetzen!“ war schließlich der Ratschlag an die Gemeinde.
Auch Bezirksvorsteher Hartmut Knecht unterstrich in seinem Wortbeitrag die vielfältigen Möglichkeiten Gutes zu tun und erklärte den Unterschied von gut gemeint und gut gemacht. Und erinnerte an einen Sinnspruch: „Das Leben ist zu kurz für irgendwann!“ „Jetzt ist die Zeit.“
Der Gottesdienst wurde vom gemischten Chor, dem „Jungen Chor“ und Instrumentalisten musikalisch mitgestaltet.