Apostel Martin Schnaufer feierte den Weihnachtsgottesdienst in Pfalzgrafenweiler, zusammen mit der Gemeinde Egenhausen und den Gemeindevorstehern aktiv und in Ruhe. Die Gemeinde Haiterbach war aus Platzgründen per IPTV zugeschaltet. „Soli Deo Gloria – allein Gott sei Ehre.“ Diese zentrale Botschaft, die der Chor in seinem Lied ausdrückte, prägte den Gottesdienstbeginn und die ersten Ausführungen des Apostels. „Gelingt es uns, Gott nicht nur im Lied zu ehren, sondern auch im Alltag?“ fragte der Apostel die Gemeinde.
Für Christen sei Weihnachten das Fest der Liebe Gottes und erinnere uns daran, dass Gott selbst die zerbrochene Verbindung zu den Menschen wiederherstellen wollte. In der Sendung seines Sohnes spreche er dem Menschen seine unveränderliche Zusage zu: „Ich habe dich lieb.“
Schon „damals“ waren die Erwartungen an das Kommen des Messias andere. Die Hirten waren innerlich nicht vorbereitet, die Magier suchten einen König im Palast – und fanden ein Kind in der Krippe. Doch die falschen Erwartungen änderten nichts an der Größe und am Willen Gottes. Er hat sich entschieden, auf seine Herrlichkeit zu verzichten, Mensch zu werden, um den Menschen nahe zu sein. Gottes Liebe lasse sich durch äußere Umstände nicht aufhalten.
Jesus sei das Licht, das Hoffnung schenkt – auch in unseren ganz persönlichen Lebenssituationen, meinte der Apostel. Psalm 139 erinnere daran, dass wir Gottes Nähe nicht immer verstehen, sie aber dennoch real ist. Die Frage bleibe: „Was machen wir mit der Botschaft: Jesus ist da und wird wiederkommen?!“
Was soll nun die Antwort auf Gottes Liebe sein? Gott erwarte keine Perfektion oder Vollkommenheit, sondern eine Antwort der Liebe. In Hingabe und im Dienen – im einander sehen, einander zuhören, die empfangene Liebe weitergeben – so werde Gottes Reich sichtbar. Gott bereite durch Jesus Christus eine Zukunft, die niemand verhindern könne.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahl setzte der Apostel Priester Fredy Weik, mit herzlichem Dank und persönlichen Anmerkungen und Gedanken, altershalber in den wohlverdienten Ruhestand. Priester Weik diente der Gemeinde Spielberg viele Jahre als Vorsteher und war nach der Zusammenlegung mit der Gemeinde Pfalzgrafenweiler deren stellvertretender Vorsteher. Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, ihrem Segensträger bei der Verabschiedung herzlichen Dank auszudrücken.