Wie viel Jona steckt in Dir? Diese Frage hatte Stammapostel Jean-Luc Schneider den Geschwistern im Gottesdienst am 9. Februar in Heidenheim gestellt.
Auch für den Bezirkskindergottesdienst am 6. April in Simmersfeld wählte Bezirksältester Hartmut Knecht ein Bibelwort aus dem Jona-Buch:
Als aber die Sonne aufgegangen war, ließ Gott einen heißen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf.
(Jona 4, 8a)
Ehe er unter Mitwirken der Kinder Jonas Geschichte erarbeitete, bedankte sich der Bezirksälteste ganz herzlich für die bezirksübergreifende Aufführung des Kindermusicals „Der Weg des Petrus“ am vorausgegangenen Wochenende in Herrenberg und Ofterdingen (siehe extra Bericht).
Zudem ging er auf die von den Kindern in der „Werkstatt Holzkreuze“ gebastelten Kreuze ein, die den Altar- und Kirchenschmuck bildeten (siehe Bericht). Bald ist Ostern, worauf wir uns freuen dürfen, weil Jesus zwar am Kreuz gestorben aber an Ostern auferstanden ist.
Jona war ein eigensinniger Prophet. Er hatte die Aufgabe, die Menschen zur Buße aufzurufen, um die Zerstörung der Stadt Ninive zu vermeiden. Zuerst hatte er sich der Aufgabe widersetzt und musste im Bauch eines Walfisches über sein Verhalten nachdenken. Als es ihm gelungen war, die Menschen zu überzeugen und die Stadt von Gott verschont wurde, war er nicht einverstanden. Er hatte sich eine Bestrafung der Menschen gewünscht. Gott zeigte ihm, dass er alle Menschen unabhängig von ihrem Handeln liebt. Dafür hatte er eine Pflanze zu Jonas Schutz vor der im Bibelwort erwähnten Hitze hatte wachsen lassen. Als die Pflanze verdorrte, war Jona wieder nicht einverstanden. Er war zornig, fühlte sich benachteiligt und bekräftigte dies deutlich vor Gott.
Wie oft sind wir enttäuscht vom Verhalten der Freunde? Vielleicht hatten wir uns richtig verhalten und der andere falsch. Sind wir manchmal ein wenig neidisch, wenn andere etwas haben, dass sie nach unserer Meinung nicht verdient haben? Wie oft wünschen wir uns, jemand soll ganz ordentlich bestraft werden? Mit diesen Fragen konfrontierte Bezirksältester Hartmut die Kinder. Zwei der Kinder meinten ehrlicherweise, sie hätten eine solche Situation durchaus schon erlebt, wollten aber lieber nicht darüber berichten.
Symbolisch für die verwelkte Pflanze wurde ein grüner Sonnenschirm aufgespannt und wieder zusammengeklappt.
Wir können uns freuen und dankbar sein, dass unser himmlischer Vater uns so viel geschenkt hat. Das kann uns helfen, nicht neidisch auf andere zu blicken, die vielleicht erfolgreicher sind als wir.
Freuen wir uns, dass Gott uns Zeit lässt, manches besser zu machen. Haben wir auch Geduld mit anderen, wenn sie Fehler machen.
Priester Benjamin Zahn ging u. A. auf die vielen unterschiedlichen, selbstgebastelten Holzkreuze ein, die tags zuvor gebastelt wurden. Drei Kinder wurden aufgerufen, sich vor dem Altar mit gespreizten Armen aufzustellen, um die Symbolik von Kreuzen zu verdeutlichen: Jesus hat immer offene Arme für uns.
Der Kindergottesdienst wurde vom Bezirkskinderchor mitgestaltet.