In einem feierlichen Abendgottesdienst am 26.3. setzte Apostel Martin Schnaufer den langjährigen Diakonen Rainer Rothfuß nach Erreichen der Altersgrenze mit herzlichen Dankesworten in den wohlverdienten Ruhestand. Als Textwort diente 1. Mose 50, 20 "Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.
Der Apostel griff eine Aussage im Lied der Sänger auf, die sich dann wie ein roter Fadendurch den ganzen Gottesdienst zog: „Du bist ein Gott, dem man trauen kann!“ Das zeigte er dann auch auf in der Geschichte von Josef, die er zu Beginn ausführte. Aus Eifersucht verkauften seine Brüder Josef im Alter von 17 Jahren als Sklave. Aber Gott war mit Josef. Er segnete ihn, bewahrte ihn aber nicht vor Ungerechtigkeit und Bedrängnis. Gott verfolgte seinen Plan weiter - er hatte Abraham und Jakob versprochen, dass ihre Nachkommen zu einem großen Volk werden würden, und er sorgte dafür, dass sein Versprechen in Erfüllung ging. Apostel Schnaufer fragte, was wir für uns heute aus der Geschichte des Josef, aber auch seiner Brüder lernen können? Aus seiner Antwort: Gott hat sie trotz ihrer Schuld nicht verworfen; aber sie mussten ihre Sünde eingestehen und ihr Verhältnis zu Gott in Ordnung bringen. Und auch wir dürfen an die Liebe Gottes glauben. Wir können die Liebe, die Gott für uns empfindet, nicht messen, indem wir nur unsere Lebensumstände betrachten. Gott hat seine Liebe zu den Menschen durch das Opfer von Jesus Christus bewiesen. Auch stehe uns nicht zu, unseren Nächsten zu beurteilen. Dessen Lebensumstände sagen nichts über seine Beziehung zu Gott aus. Unglück sei keine Strafe, die Gott dem Sünder auferlege. Wohlstand und Glück seien keine Belohnung, die er den Verdienenden gewähre. Josef konnte aufgrund seiner Lebensgeschichte ein Segen für seine Brüder und sein Volk sein. Gott möchte auch von uns, dass wir ein Segen sein können, an dem Ort, wo wir sind. Dem Beispiel Josefs zu folgen und fest mit Gott verbunden zu bleiben, war dann auch sein Rat an die Versammelten.
Der Gottesdienst wurde umrahmt vom gemischten Chor und dem jungen Chor der anwesenden Gemeinden aus Pfalzgrafenweiler, Egenhausen und Haiterbach sowie einem Insrumentalensemble.