Am Sonntag, den 18. April 2021 fand ein Jugendgottesdienst für Jugendliche mit ihren Jugendbetreuer/-innen sowie den Vorstehern ihrer jeweiligen Kirchengemeinden aus allen Bezirken des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen in der Kirche in Herrenberg statt. Seit Ausbruch der Pandemie war dies der erste Jugendgottesdienst in diesem Rahmen. Die Jugendlichen des Bezirks Tübingen waren vor Ort eingeladen; konnten den Gottesdienst aber auch über Livestream anschauen. Die Jugendlichen aus den anderen Bezirken waren ebenfalls über Livestream zugeschaltet.
Als Einstimmung auf den Gottesdienst wurde eine Umfrage aus folgenden zwei Fragen gestartet:
Die Jugendlichen konnten via App auf die Fragen antworten und hatten hierfür jeweils ein Musikstück lang Zeit. Im Anschluss wurden einige der Antworten vorgelesen.
Ganz im Sinne unseres Jahresmottos „Christus – unsere Zukunft“ wurde ein von einem Jugendlichen eigens gedichteter Poetry Slam vorgetragen. Am Ende finden wir immer Zuflucht bei Gott: „…beständig auf ihn schauen und ihm folgen mit Vertrauen.“
Musikalisch wurde der Gottesdienst mit Orgel, Klavinova und zwei Violinen umrahmt. Ferner haben ein Jugendchor aus Freiburg/Offenburg, zwei Jugendliche aus dem Bezirk Tübingen und ein Jugendchor aus Dornhan/Schwenningen Musikbeiträge vorbereitet, die abgespielt wurden.
Unser Apostel hat der Jugend ein Wort aus Apostelgeschichte 10, die Verse 34 und 35 mitgebracht: Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.
Apostel Schnaufer erinnerte die Jugendlichen gerade in diesen aktuell schwierigen Rahmenbedingungen daran, dass unser Seelenbräutigam uns eine 100%ige Zusage gegeben hat:
Bevor Apostel Schnaufer in das Bibelwort einstieg, übergab er das Wort an eine Jugendliche, die uns mit der Bibellesung (Apostelgeschichte 10, die Verse 9-16 und 19/20) einen Einblick in die Geschichte des Bibelwortes verschaffte.
Unser Apostel schlüsselte das Wort weiter auf:
Wir Menschen sollen uns in Gottesfurcht üben und Recht tun. Eine Definition von Gottesfurcht ist die Akzeptanz göttlicher Majestät. Dafür sollen wir an Gott glauben und ihn und unsere Nächsten lieben. Wir sollen Christus nicht auf das Irdische reduzieren, sondern auf unser Ziel schauen (dort sein wo Gott ist) und dafür das Richtige tun.
Priester Schmidhäuser führte die Begebenheit am See Genezareth auf: Jesus ist den Jüngern erschienen und forderte Petrus auf, zu ihm zu kommen. Petrus musste hierfür über Wasser laufen – trotz der „Äußerlichkeiten“, die das unmöglich erscheinen ließen, folgte Paulus den Worten Jesu. Auch wir sollen über die Äußerlichkeiten hinwegsehen und immer wieder versuchen „auf dem Wasser zu laufen“. Und sollten dann doch mal Zweifel kommen, dann hilft der Herr wie er auch damals Petrus geholfen hat: Er zieht uns aus dem Wasser.
Priester Schmidhäuser berichtete zum Abschluss von einem persönlichen Glaubenserlebnis, bei dem er vor seinem ersten Gottesdienst, den er halten musste, 15 Minuten vor Beginn, Zweifel bekam. Um sich zur Sicherheit einige Notizen zu machen, zückte er seinen Kugelschreiber – aber bei insgesamt drei Versuchen, die Mine aus dem Stift zu holen, ging der Stift jedes Mal auseinander. Den Gottesdienst konnte er am Ende auch ohne Notizen durchführen.
Unser Bischof (Urs Heiniger) ergänzte noch, dass wir nie Grenzen setzen und aufgeben sollen, sondern auf Gott vertrauen und weitermachen. Wichtig ist auch, dass wir in der Gemeinschaft bleiben – auch wenn wir nicht alles verstehen. Unser himmlischer Vater öffnet Wege zum herrlichen Ziel.
Apostel Schnaufer griff nochmals die Begebenheit am See Genezareth auf: Petrus dachte, er hat’s verstanden – dann sah er den Wind und Zweifel kamen auf. Aber auch hier lässt uns Gott nicht im Stich und lädt uns immer wieder ein, es erneut zu versuchen.
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls ging der Gottesdienst dem Ende zu. Apostel Schnaufer bedankte sich bei den Organisatoren, den Musikern und allen weiteren Beteiligten für die Durchführung des Jugendgottesdienstes. Auch von uns: ein herzliches Dankeschön!