Übergabe des - symbolischen - Spendenschecks am Mittwoch, 15. Dezember 2020 ...
aber nicht nur die des Schecks. Die Glaubensgeschwister in Herrenberg hatten darüber hinaus gut haltbare Lebensmittel fürs Tafellädle gesammelt. Die konnten leider nicht auf einem Gabentisch unter dem großen Tannenbaum in der Kirche im weihnachtlichen Ambiente zum Abholen bereitgehalten werden, sondern waren im Untergeschoss zusammengetragen worden. So konnten sie auf kurzem Weg zum Parkplatz draußen gebracht waren. Dort stand kurz nach zwölf Uhr das Auto des DRK, das die Tafel in Herrenberg betreibt.
Deren Leiterin, Andrea Bach, war zusammen mit zwei ihrer Helfer vor Ort. Sie wurden von Gemeindevorsteher Carsten Dehner und seinem Vorgänger, Klaus Giringer, schon erwartet. Seit Mitte des Jahres 2020 ist Bach die Chefin des Tafelladens. Sie bemüht sich nach Kräften um ein schnelles Einarbeiten, damit möglichst vielen möglichst gerecht geholfen werden kann. Sie lobte ihre erfahrenen ehrenamtlichen Helfer, ohne deren Unterstützung sie ihre Aufgabe nicht erfüllen könnte. Die haben sich, selbst zum überwiegenden Teil schon im Rentenalter, aufgeteilt: Da sind die Jüngeren, die physisch schnell und viel leisten müssen, beim Sortieren und dem Bereitstellen der Spenden zum Verkauf. Dazu die noch Älteren, die im Laden, natürlich unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, für die Regelung der Verteilung an die Kunden zuständig sind. "Alle total kompetent und engagiert unterwegs. Ohne sie - wäre ich verloren", so Andrea Bach. Sie würde gern noch mehr helfen können. Dabei denkt sie an die Älteren, die zwar bedürftig sind und die Tafelangebote nutzen könnten, es aber nicht tun. Weil der Laden zu abgelegen ist, sie sich scheuen, warum auch immer. "Da gibt es noch viel zu tun.", so Bachs Resümee. Ihr Anliegen ist es, besonders diesen Personenkreis mit einzubeziehen und dazu zu bewegen, Hilfe, auf die sie Anspruch haben, ohne Scheu anzunehmen.
Erfreulich ist es, dass gerade jetzt in der Adventszeit, trotz eigener Corona-Sorgen, die Bereitschaft, etwas für andere zu tun, bei privaten Spendern zugenommen hat. Dafür war Bach besonders dankbar. Sie drückte ihren herzlichen Dank für die Zuwendungen der Neuapostolischen Kirche und ihrer Mitglieder, besonders der Herrenberger, aus.
Schnell waren die Spenden aus der Kirche herausgetragen, im DRK-Auto verstaut und Carsten Dehner überreichte den symbolischen Spendenscheck an Andrea Bach.
Es war die letzte Spende des Hilfswerks human aktiv an Tafeln im Kirchenbezirk Tübingen im Jahr 2020. In diesem Jahr hatte es bereits Sonderspenden wegen der Pandemie an die drei Tafeln im Bezirk gegeben (Tübingen, Rottenburg und Herrenberg Link). Eine tragende Säule der Neuapostolischen Kirche ist das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder. Deshalb ist es ihr wichtig, gerade die Tafeln zu unterstützen, die ohne solche Helfer ihre gemeinnützige, leider dringend notwendige Arbeit nicht leisten könnten.