Am Karfreitag besuchte Apostel Martin Schnaufer die „Gäugemeinden“, die in unserer Kirche in Herrenberg versammelt waren. Zusätzlich war die Gemeinde Horb eingeladen. Seiner Predigt legte der Apostel den Bibelvers aus Johannes 19, 30 zugrunde: „Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“
„Karfreitag ist und bleibt ein ganz besonderer Tag in unserem Glauben und ist und bleibt ein ganz besonderer Tag für die ganze Menschheit, im Diesseits und im Jenseits“ so begann Apostel Schnaufer seine Gedanken zu Karfreitag. Darauf beruhe unsere Zukunft, unsere Hoffnung und unsere Begeisterung und tiefe Dankbarkeit. „Was Jesus für uns getan hat, kennt keinen Vergleich und keinen Ersatz.“ Nach diesen einleitenden Worten folgte eine Bibellesung aus Markus 15 Verse 22-39.
Dann führte der Apostel u.a. aus: „Der Weg Jesu zum Kreuz sei keine Abfolge von Ereignissen gewesen, in die er zufällig geraten wäre, sondern Ausdruck einer heilsgeschichtlichen Notwendigkeit. „Niemand nimmt mir mein Leben, sondern ich gebe es selbst“, so wird eine Stelle der Heiligen Schrift angeführt. Jesus wusste um seinen Auftrag: Er wurde Mensch, um die Menschen durch seinen Tod vor dem ewigen Tod zu bewahren. Damit erfüllte er den Willen seines Vaters – und leitete zugleich eine neue Epoche der Heilsgeschichte ein.
Der Apostel rief die Gemeinde dazu auf, im persönlichen Leben und allen Lebenssituationen ebenfalls "ja" zum Willen Gottes zu sagen und den Weg in der Nachfolge des Herrn zu gehen. Als Orientierung und Hilfe zur Umsetzung gab er den Gedanken mit: „Denk doch an mich!“ – also an Jesus Christus, besonders im Blick auf die Ereignisse des Karfreitags und sein Verhalten dabei. Auch wenn nicht alles auf einmal gelingt, ermutigte er dazu, das Wesen Jesu zumindest schrittweise im eigenen Leben umzusetzen.“
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Hirte Klaus Braun wurde ebenfalls um einen Wortbeitrag gebeten.
Die Gemeinde konnte sich im Anschluss darüber freuen, dass ein Erwachsener sowie drei Kinder durch den Apostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfingen. Ein weiterer besonderer Moment war die Ordination einer Glaubensschwester zur Diakonin, die insbesondere unter den Herrenberger Gemeindemitgliedern große Freude auslöste.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Chor aus den eingeladenen Gemeinden mitgestaltet und durch das Bezirksorchester des Kirchenbezirks Nagold feierlich begleitet.