Mit fast 90 Anmeldungen nimmt die Kids-Aktiv-Flughafenführung gemessen an der Teilnehmerzahl den Spitzenplatz aller Veranstaltungen ein. 30 Teilnehmer sind pro Führung möglich, weshalb drei verschiedene Termine gebucht wurden. Berichtet wird von der Führung am 14. Dezember.
Sehr gespannt reisten wir ab Herrenberg mit der S-Bahn zum Stuttgarter Flughafen. Die Wartezeit bis zum Start der Führung konnte im Skyland am Terminal 3 problemlos überbrückt werden. Die Kids konnten Marshaller (Einweiser in die Parkposition) spielen, ein Cockpit besetzen, sich über die Flugzeugtypen informieren, die am Stuttgarter Flughafen verkehren, oder einen Blick auf die Start- und Landebahn werfen.
Um 14.30 Uhr startete unsere Besichtigung mit unserer Führerin Bianca, die zunächst erklärte, wie ein Flughafen funktioniert und was dafür notwendig ist. Im Dialog mit den Kindern wurden wichtige Fragen gestellt und beantwortet. Ein kurzer Film mit Informationen zum Stuttgarter Flughafen rundete den Beginn der Führung ab.
Ausgestattet mit Warnwesten begann unser Marsch durch das Gebäude. Auf dem Weg zum Terminal 4 gab unsere Führerin ein kurzes Wettrennen durch den langen Gang frei. Im an diesem Samstag völlig menschenleeren Terminal 4 wurde erklärt, wie das Gepäck abgefertigt wird und welche Rolle das Gewicht der Gepäckstücke spielt.
Der spannendste Moment für einige der Kinder war das anschließende Passieren der Sicherheitsschleuse. Jede Person – egal ob Besucher, Fluggast, Pilot, Stewardess oder Mitarbeiter des Bodenpersonals - muss durch den Körperscanner gehen, um gefährliche Metallgegenstände entdecken zu können. Vorher muss jegliches Gepäck, Jacken, Uhren, Handys und Gürtel in eine Box gelegt werden, die separat gescannt wird. Einzelne Personen werden sogar von Kopf bis Fuß abgetastet. Selbst Schuhsohlen werden genauestens inspiziert.
Wir alle wurden mit einem der großen Flughafenbusse zu einem Flugzeug auf dem Rollfeld gebracht, das im Moment seine Winterpause am Stuttgarter Flughafen verbringt. Zum Schutz vor Schmutz und Vögeln waren die Triebwerke eingepackt. Nun war Zeit für eine ausführliche Fotosession und weitere Fragen zu Flugzeugen und Flugverkehr.
Vorbei am Hangar, in dem drei große A320-Flugzeuge gleichzeitig geparkt und gewartet werden können, brachte uns unser Bus zur Flughafenfeuerwehr.
Die Flughafenfeuerwehr ist eine der wichtigsten Institutionen am Flughafen. Insgesamt arbeiten dort 92 Feuerwehrleute, die alle auch Rettungssanitäter sind. Es wird in 24-Stunden-Schichten gearbeitet. Zur Verfügung stehen 26 Fahrzeuge. Darunter sind vier große „Panther“ mit jeweils 750 PS + 305 PS für die Wasserpumpe, die den 12.000 l fassenden Wassertank binnen zwei Minuten leert.
Im Ernstfall muss die Feuerwehr binnen 3 Minuten am Brandobjekt ankommen. Fallen zwei der riesigen, leistungsstarken Panther aus oder kann eine Schicht nicht mit mindestens 19 Mann besetzt werden, darf kein Flugzeug starten oder landen.
Im Anschluss durften wir direkt ans Rollfeld, das zur langen Startbahn führt. Eine Maschine der AirFrance passierte uns auf dem Weg zum Abflug. Freundlich erwiderte der Pilot das Winken der Kinder. Nachdem zwei Flugzeuge gelandet waren, konnten wir den Start der Maschine verfolgen – für die viele der Kinder der Höhepunkt der Führung. Wie es nur funktioniert, dass ein solch großes Ding fliegt?
Zurück im Flughafengebäude gab es weitere Infos zum Gepäck und zum Zoll.
Im Terminal 3 fand unsere Führung ihren Abschluss. Wir gaben die Warnwesten ab, bekamen noch kleine Geschenke und bedankten uns bei unser netten Führerin Bianca.
Vermeintlich blieb noch genug Zeit für eine kleine Mahlzeit bei McDonalds. Zum Abschluss wurde es noch einmal spannend, denn der Weg zur S-Bahn über drei Stockwerke ins Untergeschoss des Flughafens war weiter als angenommen. Letztendlich schafften es alle gerade noch rechtzeitig, in die bereits am Bahnsteig eingetroffene S-Bahn zu springen.
Zurück am Bahnsteig in Herrenberg gab es auf die Frage, ob es allen gefallen hat, ein lautstarkes, einstimmiges JA.
Kinderstimmen:
Am spannendsten war der Start des Flugzeugs, von welchem uns der Pilot noch gewunken hat. Am meisten beeindruckt hat mich die Feuerwehr mit den vielen großen Fahrzeugen und der Rutschstange. Sehr schön war auch der Wartebereich, wo wir vor der Führung spielen konnten.
Die Sicherheitskontrolle war sehr spannend. Ich hatte ein bisschen Angst, dass es beim mir piept.
Am besten war, dass wir auf der Flug- und Landebahn herumlaufen und unter dem Flugzeug stehen durften. Am spannendsten fand ich das Foto vom schlimmsten Unfall am Stuttgarter Flughafen, nämlich der Bauchlandung eines Flugzeugs mit den vielen Funken, die dadurch entstanden sind.
Sehr cool fand ich, als wir an diesem Ding mit den zwei Wedeln selbst Fluglotse (Marshaller) spielen durften.
Am meisten haben mich die Panther der Flughafenfeuerwehr begeistert. Ich bin selbst in der Jugendfeuerwehr. Die Größe dieser Fahrzeuge hat mich sehr beeindruckt.
Ich fand den „Abchecker“ an der Sicherheitsschleuse total spannend. Ich war sehr aufgeregt, ob das Gerät wohl bei mir piepsen würde – Nervenkitzel wie beim Achterbahn fahren. Am Ende hat’s dann nicht gepiepst.
Am meisten beeindruckt hat uns die Feuerwehrstation und die großen Feuerwehrfahrzeuge. Ebenso spannend, wie das Flugzeug gestartet ist und die anderen Flugzeuge gelandet sind.
Beeindruckend waren die Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr und der Bericht über den Ablauf eines Einsatzes. Alarm… binnen Sekunden die Stange herunter…. In die Ausrüstung springen… und dann zum Einsatzort.
Ich bin noch nie geflogen! Wie groß die Flugzeuge sind!!!
Am spannendsten fand ich, dass man so nah sieht, wie ein Flugzeug startet und landet.
Am meisten beeindruckt hat mich die Stange, an der die Feuerwehrmänner runterrutschen.