Eine fröhliche Umtriebigkeit lag in Herrenberg an diesem Sonntag vor Gottesdienstbeginn in der Luft. Kinder, Eltern und Lehrkräfte schauten dem Gottesdienst, speziell für sie, erwartungsvoll entgegen. Oder war es die Freude auf das gemeinsame Beisammensein im Anschluss an den Gottesdienst? Wahrscheinlich beides und so erklang das Lied des Kinderchores, „Komm sag es allen weiter“, frisch und fröhlich durch den Kirchensaal.
Nach dem gemeinsamen Eingangslied und Gebet las Bezirksvorsteher Hartmut Knecht das Textwort aus Lukas 2, Vers 46 und 47 vor:
„Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten.“
Das Lied des Kinderchores, „Gott ist mitten unter uns“ gab das Motto dieses Sonntages wider, was durch das „kindernahe“ Dienen des Bezirksältesten und des Bezirksevangelistenim wahrsten Sinne des Wortes unterstrichen wurde. Diese verließen nämlich ihre "angestammten" Plätze hinter dem Altar und gesellten sich zu den Kindern im Kirchensaal.
In dieser zwanglosen Atmosphäre, inspiriert durch das zugrunde liegende Textwort, entwickelte sich bald ein „Fachgespräch“ über das Lernen im Allgemeinen und speziell im Rahmen des Glaubens. Dabei zeigten die Kinder keine Scheu und äußerten sich ganz frei und offen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet beendete der Kinderchor den Gottesdienst mit einem irischen Segenslied: „und bis wir uns wiedersehen halte Gott seine schützende Hand über dir“.
Im Anschluss an den Gottesdienst stärkten sich Groß und Klein am vorbereiteten Buffet, bevor es dann zum kreativen oder spielerischen Teil des Tages ging.
Es entstanden Engel, gefaltet aus alten Gesangbuchseiten, Sterne aus Papier und Weihnachtskarten, verziert mit Perlen und Garn. Und wer seinem Bewegungsdrang freien Lauf lassen wollte, konnte draußen spielen. Für jeden war etwas dabei.
Dieses Zusammensein gab Kindern, Eltern und Betreuern eine schöne Plattform sich auszutauschen, neue Bekanntschaften zu schließen und auch über die eigene Gemeinde hinaus Kontakte zu knüpfen.