Das Eingangslied zum Jubiläumsgottesdienst: „Nun danket alle Gott“, drückte in schönster Weise die Stimmung der Glaubensgeschwister aus der Gemeinde Simmersfeld aus.
Auch im Eingangsgebet stellte Bischof Urs Heiniger, der den Gottesdienst in Simmersfeld leitete, den Dank an Gott für dessen Hilfe und Segen in der Vergangenheit, aber auch für die Hoffnung auf eine großartige Zukunft an den Anfang. Auch einen herzlichen Dank an alle, die in der Gemeinde in der Vergangenheit bis zur Gegenwart mitgewirkt haben, fügte er in seiner Ansprache an die Gemeinde hinzu.
Für diesen besonderen Gottesdienst verwendete der Bischof einen Bibeltext aus 1. Korinther 15 Vers 57: „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn, Jesus Christus.“
Bischof Heiniger wies auf viele und große Veränderungen in den vergangenen 100 Jahren im natürlichen Umfeld und Leben hin, betonte aber, dass das Wirken des Heiligen Geistes für die Glaubensgeschwister „der ersten Stunde“, wie auch für uns heute dasselbe gewesen sei und ist. Das lässt auch uns beständig bleiben, war seine Feststellung.
Als besonderem Element zur Beständigkeit verwies der Bischof auf den im Textwort genannten Dank an Gott und riet, das Danken nicht zu vergessen. „Wer dankt, dem öffnet sich der Blick für Wesentliches“. Der erkenne das Geschenk, eine Gemeinde zu haben, Gottesdienste feiern zu können. Das solle nie „normal“, zur Normalität werden, weil daraus schnell Gewohnheit oder Gleichgültigkeit werden könne; es solle herausragend bleiben.“
Wer dankbar ist, erkenne den Wert dessen was er habe und freue sich darüber: „Lasst uns auch nach 100 Jahren den Reichtum erkennen, den wir haben, und dankbar dafür sein und bleiben.“
Dankbarkeit zeige sich auch im Verhältnis zur Gemeinde, zu Glaubensgeschwistern und zum Nächsten. Der Dankbare fordere nicht ein, dass der Nächste perfekt sein müsse, sondern sei bereit, sich zu ändern.
Die Dankbarkeit zeige sich auch in der Auswirkung der Beziehung zu Gott. „Der Dankbare erkennt Gottes Größe und ist demütig“, meinte der Bischof.
Hat sich am Ziel in den vergangenen 100 Jahren etwas verändert? Nein, war die Antwort des Bischofs. „Lasst uns an diesem Ziel nichts verändern, es bewahren und die Verheißung von Jesus Christus fest im Herzen tragen.
Bezirksevangelist Wolfgang Roller wurde zu einem Predigtbeitrag aufgerufen und unterstrich die Ausführungen des Bischofs zur Dankbarkeit. „Bin ich wirklich noch dankbar?“ war seine Fragestellung an die Gemeinde und er erinnerte an das geflügelte Wort: Wer denkt, der dankt!
Die Taufe des kleinen Lukas, war ein weiterer Grund zur Freude in diesem festlichen Gottesdienst.
Mit dem Verlesen der Kurzchronik der Gemeinde, einem Dank an den Bürgermeister für sein Kommen und das gute Miteinander zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinde, und zuletzt mit einem Lied des Kinderchores, endete der Gottesdienst. Danach luden die „Simmersfelder“ alle Anwesenden noch zu einem Stehempfang ein, bei dem man sich rege über gemeinsame Erinnerungen und aktuelle Dinge austauschte. Zur Freude der Glaubensgeschwister stieß dann auch noch der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde zur Festversammlung, um am Gemeindejubiläum teilzuhaben.