Apostel Martin Schnaufer hatte viele zu tun beim Abendgottesdienst am 27.09.2023 in Herrenberg. Ruhesetzung und Beauftragung eines Vorstehers und die Ordination von zwei Diakoninnen standen auf dem Programm.
Neben den Gemeinden aus dem „Gäu“ waren auch die Vorsteher aktiv und in Ruhe sowie die Funktionsträger aus dem Bezirk geladen. Als Textwort diente ein Wort aus dem Kolosserbrief Kapitel 3 Vers 17: „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“
Als ersten Impuls nach dem Lied der Sänger: „Ich hebe meine Augen auf, zu den Bergen, von denen mir Hilfe kommt", gab Apostel Schnaufer den Rat, genau dieses zu tun, wenn man sich ein wenig in seinen Sorgen „festgefahren“ habe. „Lass es zu, dass es auch noch etwas anderes gibt, dass es Gott gibt, der dein Vater ist und der alles überblickt! Hebe deinen Blick nach oben, kontrolliere deine Perspektive, und glaube, der dich behütet, schläft nicht!“
Auf das Textwort eingehend, griff der Apostel das Wörtchen „alles“ heraus, und riet, alles, die Gedanken, die Worte und die Taten auf Jesus Christus hin auszurichten und dem Leben damit eine klare und bestimmte Richtung zu geben.
An verschiedenen mahnenden Beispielen aus der Heiligen Schrift zeigte er auf, dass Gottes Liebe und Fürsorge für den Menschen nicht von dessen Dankbarkeit abhängt, dass diese aber sehr wohl ein Maßstab sei und man daran die Qualität der Beziehung des Menschen zu Gott erkennen könne.
"In einer „gesunden Beziehung“ zu Gott ist man für alles dankbar was Er gibt. Für die natürlichen Dinge, aber auch für die geistigen Dinge. Man erkennt, dass Er das alles schenkt," so der Apostel.
Um den Dank im der Praxis umzusetzen, forderte der Apostel auf, im Namen Jesu Christi zu reden und zu wirken. Das bedeute, die Rede mit dem Salz des Evangeliums zu würzen und durch die Taten die Dankbarkeit gegenüber Gott sichtbar werden zu lassen. Das schließe auch das wohlwollende Verhältnis zum Nächsten ein.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls rief Apostel Schnaufer Priester Werner Löhmann, Vorsteher der Gemeinde Gärtringen, an den Altar. Mit herzlichen und persönlichen Worten und besten Wünschen, würdigte der Apostel das Wirken des Vorstehers. Für mehr als dreißig Jahre in dieser Aufgabe, dankte der Apostel ihm und auch seiner Frau, für alles, was in dieser Zeit mit viel Freude gewirkt wurde. Anschließend setze er ihn in den wohlverdienten Ruhestand. Priester Benjamin Zahn aus Herrenberg empfing sodann den Auftrag, künftig der Gemeinde Gärtringen als Vorsteher zu dienen und empfing dazu Heiligung und Segnung.
Eine ganz besondere Freude erlebte die versammelte Gemeinde in der dann folgenden ersten Frauenordination im Kirchenbezirk Nagold. Zwei Glaubensschwestern empfingen für die Gemeinde Herrenberg das Amt einer Diakonin und empfingen in der Ordination Vollmacht, Heiligung und Segnung für ihre Aufgaben. Die musikalische Gestaltung übernahm der gemischte Chor, zusammengestellt aus den Sängerinnen und Sängern der anwesenden Gemeinden.